Bergarbeiter-Wohnmuseum

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  • Foto: Hartmut Gresens
  • Foto: Stadt Lünen
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Wohnstandard der Vorkriegszeit

Zahlreiche Zechensiedlungen im Ruhrgebiet erinnern heute an die Hoch-Zeit des Ruhrkohlenbergbaus. Da der Großteil der Häuser jedoch bereits aufwendig saniert und dem heutigen Wohnstandard angepasst wurde, bleiben vielen Fragen zum Leben eines Bergarbeiters unbeantwortet. 

Eine Ausnahme bietet die „Alte Kolonie“ der ehemaligen zeche Achenbach in Lünen-Brambauer. Ein altes Siedlungshaus in der Rudolfstraße zeigt die Lebensumstände der Bergleute und ihrer Familien in der Zeit der 1930er Jahre. Eingerichtet mit Möbeln und Hausrat aus den 1930er Jahren, wird der Besucher in eine andere Zeit zurückversetzt. 

Rückwärts renoviert

Sogar die Wohnung selbst entspricht dem Zustand einer Wohnung aus der Vorkriegszeit. Während die Eigentümerin, die Glückauf-Wohnungsgesellschaft die Siedlung dem heutigen Wohnstandard anpasste, wurde in dem Wohnmuseum das Gegenteil gemacht: Die Leitungen wurden wieder auf Putz gelegt, alte Fenster und Türen eingebaut, die Wände geweißt und mit einem Fries bemalt, ein Plumsklo angelegt und im Garten wieder ein Kaninchenstall aufgestellt. Zusammen mit den Einrichtungsgegenständen, die von den Bewohnern und Besuchern der Siedlung zusammengetragen wurden, gibt das Wohnmuseum einen eindrucksvollen Einblick in das Privatleben eines Bergarbeiters der 1930er Jahre. 

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