BernePark -
Industriedenkmal der besonderen Art

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  • BernePark in Bottrop

    Das „Theater der Pflanzen“ von Piet Oudolf und Gross.Max ist Teil der Emscherkunst 2010 und 2013.

    Foto: M. Zerres, Emscherkind
  • BernePark in Bottrop

    Die ehemalige Kläranlage wird 2014 bei der renommierten „Architektur-Biennale-Rotterdam“ präsentiert.

    Foto: M. Zerres, Emscherkind
  • Kanalrohre als Parkhotel im BernePark Bottrop

    Das Parkhotel zählt zu den ungewöhnlichsten Übernachtungsmöglichkeiten in der Region.

    Foto: M. Zerres, Emscherkind
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Rund vierzig Jahre klärte die Emschergenossenschaft hier Abwässer, bevor die Anlage mit den beiden kreisrunden Becken und dem Maschinenhaus stillgelegt wurde und fast in Vergessenheit geriet. Heute steht die Kläranlage und der direkt angrenzende Mündungsbereich des Emscherzulaufes Berne unter Denkmalschutz. Auch nach Beendigung desUmbaus der Emschergewässer wird man hier also noch das Emschersystem des vergangenen Jahrhunderts erleben können.

Ein Ort der Industriekultur

Nach der Stilllegung entschied sich die Emschergenossenschaft in Kooperation mit der Stadt Bottrop für eine Revitalisierung als Ort der Industriekultur. Auf der Emscher-Insel direkt am Emscher-Weg, zwischen Gasometer Oberhausen und Nordsternpark Gelsenkirchen gelegen, ist der BernePark ein Ort der kulturellen Begegnung, ein Treffpunkt für die Nachbarschaft ebenso wie ein touristischer Anziehungspunkt geworden.

In dem ehemaligen Maschinenhaus der Kläranlage befindet sich heute ein Restaurant, weshalb sich der direkt am Emscher-Weg gelegene BernePark als Zwischenstopp für Radfahrer, Wanderer und Spaziergänger anbietet. Bei schönem Weiter draußen auf der großen Terrasse, oder im Innenraum mit Industrie-Ambiente, können sich Gäste die moderne deutschen Küche mit frischen saisonalen Produkten aus der Region schmecken lassen. Komplettiert wird das vielseitige Angebot rund um das „Restaurant im Maschinenhaus“ durch Ausstellungen sowie Informationen zum Umbau des Emschersystems und zur Geschichte der Anlage.

Übernachten in einem Kanalrohr

„das parkhotel“ zählt zu den ungewöhnlichsten Übernachtungsmöglichkeiten weit und breit: im BernePark warten fünf zu Suiten umgewandelte Kanalrohre auf erlebnisfreudige Gäste. „Gastfreundschaftsgerät“ nennt der österreichische Künstler Andreas Strauss sein revolutionäres Hotelkonzept. Die Idee, die dahinter steht, ist so einfach wie genial: Die Reservierung erfolgt im Internet, den Zugangscode erhält man per SMS, jeder Gast zahlt soviel, wie er für richtig hält. Höchstens drei Tage darf er in der Röhre schlafen, dann muss er Platz für den Nächsten machen.

In der „Röhre“ mangelt es nicht an Schlafkomfort. Mit drei Metern Länge und 2,40 Durchmesser kann man sogar drin stehen. Wer allerdings einen Fernseher oder die Minibar nicht missen möchte, ist hier fehl am Platz. Dafür umgibt die Schlafröhre den Gast schützend wie ein Kokon und schnell stellt sich eine gemütliche, ja fast kuschelige Ruhe ein.

EMSCHERKUNST

Kaum bricht die Dunkelheit an, lassen die Lichtinstallationen des Künstlers Mischa Kuball die ehemaligen Klärbecken in völlig neuem, faszinierendem Glanz erstrahlen: Wie eine Welle umläuft das Licht die Ränder der Becken. Aus dem Restaurant erschließen sich imposante Blicke auf die Lichtkunst. Tagsüber ist dagegen ein Kunst-Projekt des amerikanischen Künstlers Lawrence Weiner zu sehen. Er hat auf dem Dach des ehemaligen Betriebspavillons den Schriftzug „CATCH AS CATCH CAN“ installiert, was übersetzt soviel heißt wie „Nimm´s wie´s kommt“. Beides sind Projekte der Emscherkunst-Ausstellungen 2010 und 2013.

Auszeichnungen

Nachdem der BernePark bereits 2012 mit dem „Nationalen Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur“ ausgezeichnet wurde, wird der ehemaligen Kläranlage 2014 eine weitere große Ehre zuteil. Sie ist eines der offiziell ausgewählten Projekte, die in der 6. Auflage der Architektur-Biennale in Rotterdam präsentiert werden. 

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