Burg Dinslaken -
von der Burganlage zum Rathaus

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  • Foto: Carschten, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Burg Dinslaken war Ausgangspunkt für die Entwicklung der Stadt Dinslaken und wurde 1163 erstmals urkundlich erwähnt. Um 1420 ließen die Grafen zu Kleve das Kastell in Dynxlaken zu einer Burganlage aus- und umbauen.

Wechselhafte Geschichte

Die so entstandene Anlage bildete die äußerste rechtsrheinische Bastion der Grafen zu Kleve gegenüber dem Erzbischof von Köln. Sie wurde lange Zeit von einem Rentmeister verwaltet. (Ein Rentmeister war im Mittelalter für die Finanzverwaltung des Landesfürsten zuständig.) Während des 80jährigen Krieges (Spanisch-Niederländischer Krieg von 1568 - 1648) wurde die Burg im Jahre 1627 von den holländischen Truppen niedergebrannt. 1770 wurde der Hauptturm durch einen Blitzschlag erheblich beschädigt und auch die restliche Burganlage wurde danach umgebaut.

Anfang des 19. Jahrhunderts residierte hier der Domänenrat Friedrich Theodor Althoff, der Vater des berühmten Friedrich Althoff, der als Ministerialdirektor im preußischen Kultusministerium das Schulwesen um die Jahrhundertwende reformierte. 1853 wurde die Dinslakener Burg von der Familie de Fries erworben, die darin eine Landwirtschaft und eine Schnapsbrennerei etablierte. In den Resten der ehemaligen Burganlage wurde 1909 mit der Errichtung eines Kreishauses begonnen.

Heutige Nutzung

Heute beherbergt die Burg Teile des Dinslakener Rathauses, das Standesamt und das Stadtarchiv. Auf einer Seite der Burg liegt zudem – ursprünglich als „Theater für Bergmannskultur“ gegründet – die Burghofbühne, das kleinste der vier Landestheater in Nordrhein-Westfalen. 

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