Carbon Obelisk -
der Weg in die Zukunft

  • Teaser 1
  • Fahrradtour zum Carbon Obelisk, Emscherkunst

    Radfahrergruppe am „Carbon Obelisk“ von Rita McBride, Essen-Altenessen.

    Foto: R. Mensing, Emscherkunst

Der 14 Meter hohe Carbon Obelisk von Rita McBride wurde an einer Wegkreuzung nördlich der Emscher, in der Nähe der Schurenbachhalde, errichtet. Objekte dieser Art kennen wir als antike Importe aus dem Orient, die in der Renaissance und im Barock zur Auszeichnung von besonderen Plätzen und Gebäuden dienten. Dieser Obelisk markiert jedoch ganz bewusst einen Unort, einen unscheinbaren Flecken Erde. Niemandsland unter einer Hochspannungsleitung. 

Von Sträuchern umgeben, wirkt der Obelisk wie zufällig abgestellt. Ein Eindruck, der trügerisch ist, denn hier steht er als Sinnbild für eine autonome Skulptur. Man kann sie als Antwort der Künstlerin auf die großen prominenten Landmarken der Umgebung verstehen, wie etwa das „Tor“ von Raimund Kummer und die „Bramme“ für das Ruhrgebiet von Richard Serra.

Vor allem aber zitiert diese Skulptur die Geschichte der Region, denn der Bezug zu dem ehemaligen Zentrum des Kohleabbaus in Deutschland ist deutlich: das hier verwendete Carbon wird aus Kohlenstoff-Fasern hergestellt, einem außergewöhnlichen hochfesten Material mit matt schimmernder Oberfläche, teuer und schwer zu formen. Als Sinnbild für die Veredelung von Kohle weist uns der Obelisk aus Carbon den Weg in die Zukunft. Wer möchte, kann dies auch als Mahnung begreifen: den Prozess des Wandels weiter zu gehen, aber die eigene Herkunft nicht zu verleugnen.

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