Connecting Views

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  • Emscherkunst Connecting View

    Die Fernrohre von Jeppe Hein zeigen nicht die realen Ansichten der Region.

    Foto: Uwe Marschel, Emscherkind
  • Emscherkunst Connecting View

    "Connecting Views" von Jeppe Hein, verschiedene Standorte im Ausstellungsgebiet.

    Foto: Roman Mensing/Emscherkunst
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Blick zurück in die Zukunft

Das Verhältnis des Individuums zur Umwelt und die psychologische Reaktion auf räumliche Veränderungen stehen im Zentrum der künstlerischen Praxis von Jeppe Hein. Auch das Motiv der Überraschung und der Freude bei einer Entdeckung durch den Betrachter ist ihm wichtig. 

Das Projekt „Connecting Views“ entwickelte Hein für die große Emscherkunst-Ausstellung 2010. Die gelben Fernrohre waren an allen acht Ausstellungsorten sowie am Besucherzentrum im Nordsternpark aufgestellt. 

Heute befinden sich noch zwei dieser Kunstobjekte an öffentlich zugänglichen Orten, eines auf dem Gelände der Burg Vondern in Oberhausen und das andere im BernePark in Bottrop Ebel. Das Verhältnis von Raum und Zeit in einer sich rasant verändernden Umwelt: an beiden Standorten steht der Umbau der Emschergewässer als das herausragende Symbol des Wandels im Fokus der Betrachtungen. 

In keinem Fall zeigen die gelben Fernrohre jedoch die realen Ansichten oder die jeweiligen touristischen Attraktionen, vielmehr liefern sie dem Betrachter ein verändertes Bild der Umgebung. Dieser schaut zum Beispiel durch das Objektiv, erwartet einen Ausschnitt der Wirklichkeit zu sehen, erblickt dann aber den historischen Zustand desselben Ortes. Oder er wirft einen Blick in die Zukunft und sieht einen Landschaftsraum, wie er nach der Renaturierung der Flussläufe im Neuen Emschertal aussehen könnte. Wie im BernePark, wo statt des offenen, oberirdisch verlaufenden Emscherkanals ein bereits unter der Erde verlegtes Abwasserrohr gezeigt wird.

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