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Eine Frau rockt die Stadt – Das Riff am Bermudadreieck

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Pamela Falcon im Riff, Bochum. „Nirgendwo ist das Ruhrgebiet so sehr New York wie hinter dem Bermuda-Dreieck.“ Dieser WAZ-Satz bezieht sich vor allem auf das Drumherum des Dahinter: Denn hinter dem Dreieck, das ein Viertel ist, liegt eine Kehrseite, auf der nie gekehrt wird. Da gibt es Bauschutt und Graffiti, da gibt es Industrieruinen, die trotz IBA und Kulturhauptstadt noch immer Ruinen sind, und da gibt es jene Uhr, die fünf vor zwölf zeigt. Immer.

Hinter diesem Drumherum liegt das „Riff“, das nicht so genau weiß, ob es eine große Bar sein will oder eine kleine Konzerthalle. Und durch diese mittelgroße Konzerthallenbar fegt allwöchentlich eine riesige Stimme: „New York Nights“ heißen die zur Legende avancierten Konzerte der US-Amerikanerin Pamela Falcon. „Das Ruhrgebiet ist meine zweite Heimat“, sagt sie, und: „I don’t have the heimweh.“ Diese Frau ist ein Feger, ihre Stimme und ihre Bühnenpräsenz kommen mit einer derartigen Wucht, dass kaum jemand die Füße stillhalten kann. Wer allzu sehr mittobt und in Verdacht gerät, singen zu können, läuft Gefahr, auf die Bühne geholt und ein Mikro in die Hand gedrückt zu bekommen.

Rock, Pop, Soul und Funk, aktuelle Chartbreaker, alte Kamellen: Seit über zehn Jahren beschallt die gebürtige New Yorkerin mit ihrer Band das „Riff“. Immer mittwochs, egal ob Weihnachten oder Geburtstag, egal ob 30 Gäste oder 300. Mitte 2009 gab sie ihr 500. Konzert im Riff - das 1000. dürfte schätzungsweise im Jahr 2018 stattfinden. 

 

INFO

Konrad Adenauer Platz 3

44787 Bochum
www.riff-bochum.de

jeden Mittwoch ab 20 Uhr