Emscher Klärpark
Läppkes Mühlenbach

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  • Emscher Klärpark Läppkes Mühlenbach mit Parkanlage

    Das Gelände der Kläranlage erscheint heute als öffentliche Park.

    Foto: © 2md
  • Der Faulturm

    Foto: © Ron Gaube
  • Klanginstallation im Faulturm

    Foto: © Ron Gaube
  • Kunst auf dem Gelände

    Foto: © Ron Gaube
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Kunst im Faulturm

Die ehemalige Kläranlage “Läppkes Mühlenbach” der Emschergenossenschaft wurde 1958 erbaut und war bis 1996 in Betrieb. Mit einem Einzugsgebiet von 12,73 Quadratkilometern, klärte die Anlage die Abwässer von bis zu 68.000 Einwohnern. Nach der Stilllegung blieb ein rund 22.000 Quadratmeter großes Areal, das auf eine Folgenutzung wartete. Es folgte eine ungewöhnliche Idee, deren Umsetzung, und dann am 24.07.2003 die Eröffnung des Emscher Klärparks.

Technische Anlage wird öffentliche Parkanlage

Einst eine technische Anlage im schnöden Charme der 1950er Jahre erscheint heute das Gelände der Kläranlage als öffentlicher Park. Nach der Umgestaltung durch die Landschaftsarchitekten Heimer und Herbstreit präsentiert sich in dessen Mitte ein Seerosenteich. Das zum Teich umfunktionierte Rundklärbecken wurde im Randbereich mit typischen Uferpflanzen begrünt, ohne dabei die ursprüngliche Funktion eines Klärbeckens zu kaschieren. Über die fixierte Räumerbrücke kann man bis zur Teichmitte vorgehen und das Gewässer hautnah erleben. Die Brücke dient dem Park als Bindeglied zwischen einstigem Industriegut und heutigem Erlebnisfaktor für Gäste.

Bei der Bepflanzung der Eingangsbereiche hat man sich vom angrenzenden Gehölzgarten Ripshorst inspirieren lassen. Japanische Blütenkirschen markieren den Übergang zum Klärpark. Für den knapp 20 Meter hohen Faulturm fand sich ebenfalls eine kreative Lösung: Um das imposante Gebäude für Besucher erlebbar zu machen, bekam es eine ringförmige Bühne und im Inneren eine Klanginstallation. In dem ehemaligen Betriebsgebäude befindet sich heute die Landesgeschäftsstelle des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Rheinland und Westfalen.

Kunst in der Kläranlage

Im Inneren des Faulturms schlängelt sich von der Decke herab ein kurioses Rohrgeflecht, das vom unteren Bereich aus rot angestrahlt wird. Das Kunstwerk hat den bezeichnenden Namen Mangrove. Es leitet sich aus den Mangroven-Pflanzen ab, deren üppigen Stelzenwurzeln sich zumeist in schlammreichen Buchten weit verzweigen. Diese mystische Klanginstallation, aus Abflussrohren gebaut, stammt von dem Künstler Alexander R. Titz.

Technische Daten des Emscher Klärparks:

  • Die Mündungskläranlage Läppkes Mühlenbach wurde 1958 erbaut und hatte ein Einzugsgebiet von 12,73 Quadratkilometern.
  • Die Anlage behandelte die Abwässer von bis zu 68.000 Einwohnern.
  • Das Klärbecken fasst 2.260 Kubikmeter bei einem Durchmesser von 40 Metern. Der Faulbehälter hat ein Volumen von 1.450 Kubikmetern und eine Gesamthöhe von 20 Metern.
  • Im Zuge des Umbaus der Emscher und ihrer Nebenläufe legte die Emschergenossenschaft das Oberhausener Klärwerk 1996 still.
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