Glückauf.Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet -
Denkmal für den Bergbau

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  • Faulturm Herne Emscherkunst

    Der ehemalige Faulturm in Herne ist heute ein Kunstwerk, entstanden in der Emscherkunst-Ausstellung 2010.

    Foto: 2md

Auch hier ist der Ort außergewöhnlich, wie bei allen Projekten der Emscherkunst-Ausstellungen: Der Faulturm der ehemaligen Kläranlage in Herne wurde gereinigt, entkernt und saniert. So hat seine merkwürdige Eiform eine eigene ästhetische Qualität entwickelt, für dessen Außenhülle die Künstlerin Silke Wagner ein monumentales Wandmosaik schuf.

Wie eine Bauchbinde ummantelt das mehr als 600 Quadratmeter große Mosaik den zylindrischen Mittelteil des Baukörpers. Es zeigt unter dem Titel „Glückauf, Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet“ zentrale historische Szenen aus den vergangenen 120 Jahren. Etappen sind beispielsweise der erste große Massenstreik 1889 oder die politische Entscheidung, die Steinkohle-Subvention in Nordrhein Westfalen bis 2015 einzustellen.

Angelehnt an die Ästhetik und Ikonografie englischer Wandmalereien, ist dieses Mosaik als Denkmal für die Geschichte des Bergbaus zu verstehen. In dem Projektvorschlag der Künstlerin heißt es, dass „die mit den Bergarbeiterstreiks einhergehenden Solidarisierungs- und Politisierungsprozesse ausschlaggebend für die sich herausbildende Arbeiterbewegung und Arbeiterkultur waren, die für die Demokratisierung Deutschlands im 20. Jahrhundert eine entscheidende Rolle gespielt haben“. 

Der Faulturm und seine Umwandlung in ein öffentliches Kunstwerk im Kontext mit der Emscherkunst-Ausstellung 2010 ist ein gelungenes Beispiel für die postindustrielle Nutzung solcher Anlagen. Der Kunststandort ist ganzjährig zugänglich.

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