Halde Brockenscheidt

Haldenökologisches Versuchsfeld

Die langgestreckte Halde Brockenscheidt in Waltrop entstand aus dem Abraum der Zeche Waltrop im Südosten der Stadt und ist mit nur etwa 15 Meter Höhenunterschied zum Umland relativ niedrig. Umgeben von Wiesen, Feldern und Wäldern, ist die Halde mit einer Fläche von 6,5 Hektar und zwei Kunstinstallationen dennoch ein schönes Ausflugsziel. Mit ihren unterschiedlichen Böden, Kraut- und Gehölzpflanzen gibt sie zudem Studenten der Universität Duisburg-Essen und der Ruhr-Universität Bochum die Möglichkeit die Entwicklung von Flora und Fauna an Extremstandorten zu untersuchen. 

Kreuzweg und Spurwerkturm 

Ähnlich wie auf der Halde Haniel in Bottrop können Besucher über einen Kreuzweg auf die Halde gelangen. Künstlerisch gestaltete Kreuze aus Eisen markieren die entsprechenden Stationen. Oben angekommen befindet sich in der Mitte der Halde ein besonderer Aussichtsturm. Die vom Castrop-Rauxeler Künstler Jan Bormann gefertigte Aussichtsplattform besteht aus 1.000 Spurlatten, die früher im Bergwerk dazu dienten die Förderkörbe in der Spur zu halten. Der so genannte Spurwerkturm wurde im Frühjahr 2000 eingeweiht und kann auch bei Dunkelheit besucht werden, wenn die Installation durch Strebleuchten angestrahlt wird. 

Ausblick und Umgebung

Mit einer Höhe von zwölf Metern bietet die Aussichtsplattform dem Besucher einen schönen Ausblick über das Zechenglände und die Stadt Waltrop. Auch andere Landmarken wie das Colani-Ufo und die Halde Minister Achenbach können gut von hier oben ausgemacht werden. Zudem lohnt ein Besuch der nahegelgenen Zeche Waltrop, die von 1905 bis 1979 in Betrieb war. Zwar werden die meisten Gebäude heute für gewerbliche Zwecke genutzt, doch mit ihren einheitlichen Jugendstilbauten zählt die Anlage zu den schönsten Zechen im Ruhrgebiet. 

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