Halde Lothringen -
größtes Relikt der Zeche Lothringen

Die Halde Lothringen liegt im Norden der Stadt Bochum und ist aus dem Abraum der gleichnamigen Zeche von 1872 bis 1967 entstanden. Heute ist die fünf Hektar große Halde das größte Relikt der Zeche Lothringen und fällt mit ihrer steilen Südkante und den nur schwach geneigten anderen Hängen insbesodere durch ihre geometrische Form auf. 

Extreme Lebensbedingungen für Pflanzen

Im Gegensatz zu den meisten anderen Halden im Ruhrgebiet ist die Halde Lothringen nur spärlich begrünt. Neben den steilen und hohen Böschungen am Südhang, wo Pflanzen schlecht Halt finden und der Boden durch die Sonne extrem aufgeheizt wird, verfügt der stark durch Abraum befestigte Boden nur über wenig Nährstoffe und ist durch das schnell abfließende Regenwasser sehr trocken. Nur die Birke und das aus Südafrika stammende schlamblättrige Greiskraut scheinen sich den extremen Lebensbedindungen angepasst zu haben. 

Kunstinstallation "Über(n)Ort"

Schon von weitem gut auszumachen ist dagegen die Kunstinstallation „Über(n)Ort“ von Kirsten Kaiser. An der steilen Böschungskante auf der Südseite erstreckt sich die gelbfarbene Stahlkonstruktion über eine Länge von 220 Metern. Es handelt sich um ein horizontales Stahlrohr, das von mächtigen vertikalen Trägersäulen gestützt wird, die im Gegensatz zum horizontalen Rohr von West nach Ost an Höhe zunehmen und so eine optische Täuschung erzeugen. Durch eine LED-Beleuchtung in Szene gesezt, wird die Stahlkonstruktion bei Nacht zu einer schwebenden gelbe Linie. 

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