Halde Rungenberg

300 Stufen zur Kunst

Die Halde Rungenberg ist eine rund 110 Meter über dem Meeresspiegel hohe Zechenhalde in Gelsenkirchen. Entstanden ist sie durch Abbauungen der Zeche Hugo. Die Abraumhalde ist größtenteils wieder begrünt, teilweise sogar bewaldet und lädt zum Spazieren ein. Von der Siedlung Schüngelberg aus führt eine ungefähr 300 Stufen zählende Treppe auf das Dach der Halde – eine Pyramide mit zwei Spitzen, die vom Schweizer Archtitekturbüro Rolf Keller entworfen wurde.  

Lichtinstallation “Nachtzeichen”

Dort oben befindet sich die Lichtinstallation „Nachtzeichen“ von Hermann Richter und Klaus Noculak. Die Lichtinstallation besteht aus zwei riesigen Scheinwerfern, die auf der Halde so ausgerichtet wurden, dass ihr Lichtstrahl eine Pyramide in den Nachthimmel zeichnet. Etwa 300 Meter westlich des Kunstwerks befindet sich eine zweite Installation der beiden Künstler, das sogenannte „Schienen-Plateau“.

Zechensiedlung Schüngelberg

Die zwischen 1897 und 1919 erbaute Bergarbeitersiedlung, die sogenannte „Schüngelbergsiedlung“, ist ein gutes Beispiel für das Zusammenspiel von Regenwasserbewirtschaftung und Freiraumplanung. Hier hat die Emschergenossenschaft eine Reihe von Maßnahmen getroffen, um das Regenwasser vor Ort zurückzuhalten. Es kommt ein Mulden-Rigolen-System zum Einsatz, welches das Regenwasser von dem Großteil der Dachflächen und den versiegelten Flächen aufnimmt, zwischenspeichert und dann verzögert in den Lanferbach einleitet. Dieses Wasser wird benötigt, um den Wasserstand des Bachlaufes zu erhöhen.

Nach oben scrollen