Halde Schwerin

Größte Anhöhe von Castrop-Rauxel

Die  Berghalde Schwerin entstand aus den Aufschüttungen der 1967 stillgelegten Zeche Graf Schwerin und wird heute von einer ausgeprägten und industrietypischen Flora und Fauna geprägt. Sie ist die höchste Erhebung in Castrop-Rauxel und gewann 1984 den „Bundeswettbewerb für vorbildliche Gestaltung von Industriegelände“. 

Die Sonnenuhr als Ort der Besinnung

Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscherpark (IBA) wurde auch diese Halde umgewandelt. Bürger, Künstler und Planer haben sich 1993 zusammengetan und die Halde zu einer Landmarke umgestaltet. Ein Highlight bildet die 10 Meter hohe, begehbare, stählerne Sonnenuhr. Sie wurde von dem Bildhauer Jan Bormann konzipiert und realisiert.

Vorbild war die jahrtausende alte Praxis der Zeitmessung mit einem Kreis aus 24 Stundenstäben und einem erdachsparallel abgestützten Stabdreieck. Die Uhr ist exakt nach Norden ausgerichtet, der Schattenwerfer zeigt am 12-Uhr-Rohr den höchsten Sonnenstand in Castrop-Rauxel – also die wahre Mittagszeit. 

Das Ziel Bormanns war es, einen symbolischen Raum zu schaffen, an dem Sonnenlicht, Energie und Zeit visuell erfahrbar werden. Auch die vier Aufstiege auf den Haldengipfel sind exakt nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet und bilden das sogenannte „Geokreuz“. Selbst die Materialen der Stufen – Grubenholz an der Südseite, Eisenbahn-Schwellen im Norden, Stahlbrammen im Osten und Eisenbahnschienen im Westen – haben eine besondere Bedeutung. Sie sollen die Natur-, Menschheits- und Industriegeschichte des Ruhrgebiets widerspiegeln. 

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