Hof Emschermündung -
Infozentrum zum Emscher-Umbau

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  • Foto: Matthias Zerres

Nach fünfmonatiger Umbauzeit wurde der Hof Emschermündung am 2. September 2013 feierlich eröffnet. Seitdem beherbergt die ehemalige Hofstätte im Dinslakener Stadtteil Eppinghofen das Informationszentrum für den Emscher-Umbau. Der Ort steht beispielhaft für den ökologischen Wandel der gesamten Industrieregion im Zentrum der Metropole Ruhr: mitten im Übergangsraum zwischen bäuerlicher Landschaft und Ballungsraum, gedeiht nun Hofidylle in Sichtweite eines Kraftwerkes, so wird der Strukturwandel greifbar und der Wert einer intakten Landschaft offenkundig.

Informations- und Bildungszentrum

Die neugestaltete Anlage ist nicht nur Informationszentrum für den Umbau des Emscher-Systems, er dient auch als Ort des informellen Lernens, Erlebens und Erfahrens. In Seminaren und Workshops werden interessierten Kindern und Erwachsenen beispielsweise die heimische Natur und die ökologischen Zusammenhänge der Umgestaltung näher gebracht. Im Außenbereich entsteht ein Färbergarten (hier geht es um die Gewinnung von Naturfarben aus Pflanzen), eine Streuobstwiese und ökologische Sukzessionsflächen, die der natürlichen Entwicklung überlassen werden. 

Café Hof Emschermündung

Das Café Hof Emschermündung zeichnet sich durch sein kleines aber feines Angebot an Produkten, Caféspezialitäten und fair gehandelten Getränken aus. Wer noch den perfekten Ort für einen Kindergeburtstag, oder Ähnliches sucht, ist hier genau richtig. Das Café hat nur am Wochenende von 11:00 – 17:00 Uhr geöffnet. Weitere Infos zum Café gibt es hier.

Ausflugsziel und Besucherzentrum Hof Emschermündung auf einen Blick:

  • Informationszentrum Emscher-Umbau (Europas größte Ökobaustelle, ein Industriekanal wird wieder Fluss)
  • Revierrad-Station: Fahrradverleih und Service am Radrouten-Knotenpunkt 
  • Café im Hof, Fair-/Bio-/ Regionale Küche, Spielplatz
  • Metropole-machen: Kompetenzzentrum für Informelles Lernen der UNESCO-RCE
  • Netzwerk Sevengardens: Lernort der UNESCO 
  • NABU: Mustergarten und Streuobstwiese
  • Bienen-Lernort: Fortbildungen zur Imkerausbildung
  • Atelier Peter Reichenbach: Kunstausstellungen und Vernissagen

Zukunft Radtourismus

In einem Nebengebäude der Hofstätte gibt es eine RevierRad-Station mit touristischen Serviceangeboten. Dies bietet sich an, denn zahlreiche regionale und stark frequentierte Fahrradrouten führen unmittelbar am Hof Emschermündung vorbei. Bereits während der großen Emscherkunst-Ausstellung von Juni bis Oktober 2013 gab es hier ein provisorisches Besucherzentrum, das vielen Besuchern und Radtouristen als Anlaufstelle diente.

Das neue Emscherdelta

Die rund 80 Kilometer lange Emscher, die südöstlich von Dortmund bei Holzwickede entspringt, mündete ursprünglich bei Duisburg-Bruckhausen in den Rhein. Aufgrund von Bergsenkungen, die den ungehinderten Abfluss störten, wurde die Mündung von der Emschergenossenschaft bereits zweimal nach Norden verlegt, 1910 nach Duisburg-Walsum und 1949 nach Dinslaken.

Noch fließt die geklärte Emscher über ein Absturzbauwerk in Dinslaken, nördlich der Siedlung „Am Stapp“ in den Rhein. Allerdings steht die dritte Verlegung der Flussmündung kurz bevor: Im Zuge der ökologischen Verbesserung soll der Mündungsbereich der Emscher, die zurzeit noch in einem Betonkorsett durch Dinslaken fließt, bis 2018 in eine künstlich geschaffene naturnahe Auenlandschaft umgestaltet werden. Damit soll auch für die Tiere und Pflanzen an der Emscher eine durchgängige Anbindung an das Flussökosystem des Niederrheins erreicht werden.

Partner des Hofes

Eigentümerin der Liegenschaft und Projektträgerin für die Umnutzung des Hofes ist die Emschergenossenschaft. Die Kreisgruppe Wesel des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) nutzt den Emschermündungshof gemeinsam mit der Ortsgruppe Dinslaken für Treffen, Workshops und Führungen. Auch die zentrale Geschäftsstelle der unabhängigen, global agierenden Netzwerkinitiative Sevengardens hat hier einen Standort; sie unterhält den Färbergarten und engagiert sich darüber hinaus in vielfältigen Projekten wie Bildung für nachhaltige Entwicklung, Erhaltung der Biodiversität und Förderung lokaler Wirtschaftskreisläufe.

 

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