LWL-Industriemuseum Zeche Hannover

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  • Stadt Bochum, Referat für Kommunikation © Lutz Leitmann

Mit Kinderbergwerk Zeche Knirps

Die Zeche Hannover im Bochumer Norden könnte von Unwissenden wohl auch für eine mittelalterliche Burg gehalten werden. Sie entstand im Jahr 1857 mit einer aufwändigen Gestaltung, die der Zeche einen festungsartigen und gleichzeitig repräsentativen Charakter verlieh. Bis 1908 wurde sie zur Großzeche erweitert. 1973 wurde sie als letztes Bochumer Bergwerk geschlossen.  

Heute befinden sich nur noch die ältesen Bauwerke – der Malokowturm, die Maschinenhalle sowie das Grubenlüftergebäude – als Indstriedenkmäler auf dem Gelände. Vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) liebevoll restauriert ist das Gelände als Industriemuseum seit 1995 wieder für Besucher zugänglich. 

Kinder schlüpfen in Bergarbeiterrolle

Das Museum konzentriert sich neben der Industrie- vor allem auf die Kultur und Sozialgeschichte des Ruhrgebiets und zeigt beispielsweise die wichtige Rolle der ausländischen Zuwanderer und ihre Einflüsse auf die Kulturlandschaft an Rhein und Ruhr auf. Highlights des Industriemuseums sind eine Dampffördermaschine aus dem Jahr 1893 sowie das einzigartige Kinderbergwerk Zeche Knirps. Hier lernen Jungen und Mädchen den Betriebsablauf eines Bergwerks spielerisch kennen und können ausgerüstet mit Helm und typischer Bergmannskluft selber in die Rolle eines Bergarbeiters schlüpfen. Gefördert wird hier allerdings Kies statt Kohle. 

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