Moerser Schloss -
Museum und Wahrzeichen der Stadt

Das Moerser Schloss und heutige Wahrzeichen der Stadt stammt ursprünglich vermutlich aus dem 12. Jahrhundert. Es ist nicht viel über die Geschichte des Schlosses bekannt, doch alte Grundmauern deuten auf seine Entstehung im Hochmittelalter hin. Bei einer aufwendigen Restaurierung (2009-2013) wurden zudem Verteidungsmauern mit Schießkammern sowie ein Lehmkuppelofen aus dem Jahre 1200 entdeckt. Die heutige ringförmige Burganlage stammt jedoch aus dem 13. und 15. Jahrhundert und wurde auf einer damals schwer zugänglichen Insel zwischen moorigen Rheinarmen erbaut. 

Das Leben der Burgleute 

Nachdem das Schloss bis 1600 den Grafen von Moers als Landesburg diente, erwarb nach mehrmaligem Besitzerwechsel im Jahr 1905 schließlich die Stadt Moers die Burganlage. Drei Jahre später eröffnete das Grafschafter Museum, das an Hand von 19 begehbaren Räumen einen Einblick in das damalige Leben der Burgleute gibt. Im Rittersal, dem Grafschafter Schlafzimmer oder dem Biedermeierzimmer taucht man in eine Welt aus dem 17. Jahrhundert ein und kann altertmümliche Möbel und kunstvoll gearbeitete Wandteppiche bestaunen. 

Ungewöhnliche Ausstellungen

Darüber hinaus werden regelmäßig Sonderausstellungen zu ungewöhnlichen Themen wie etwa zur Geschichte der Kaffeekultur oder Mäusefallen gezeigt. Bei Kindern ist der Dachboden des Schlosses beliebt. Hier befindet sich eine wahre Fundgrube alten Spielzeugs, Puppenstuben und Schulsachen aus längst vergangenen Zeiten.

In den Kellergewölben lädt das Schlosstheater zu einer Vorstellung ein. 

Im Jahr 2013 wurde zudem der Ausgrabungsbereich im Schlosshof zugänglich gemacht. Rund 25.000 Funde förderten die Archäologen hier seit den Umbauarbeiten 2009 zu Tage. 

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