Monument for a forgotten future

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  • Monument for a forgotten Future, Emscherkunst

    Das "Monument for a Forgotten Future" von Douglas Gordon und Olaf Nicolai mit Mogwai auf der Wilden Insel in Gelsenkirchen.

    Foto © Emscherkunst, Roman Mensing

Ein Kunstprojekt als Sinnbild für den Aufbruch in eine Neue Welt

Dieses außergewöhnliche Kunstprojekt vereint zwei grundverschiedene Elemente, die Nachbildung einer Felsformation und eine von der Band Mogwai komponierte Symphonie. Das Gemeinschaftswerk von Olaf Nicolai und Douglas Gordon wurde auf der sogenannten Wilden Insel errichtet, ganz in der Nähe der Schleusen in Gelsenkirchen.

Der künstlich erschaffene Berg ist die originalgetreue Nachbildung einer Felsformation aus dem südkalifornischen Joshua Tree National Park, einem der bekanntesten Nationalparks der Vereinigten Staaten. Der ist nicht nur ein vielbesuchtes Erholungsgebiet, sondern wird auch gerne als Kulisse für Fotoshootings und Filmproduktionen genutzt. Die Wüstenlandschaft von Joshua Tree fasziniert jedoch nicht allein wegen ihrer einzigartigen Vegetation und den charakteristischen Felsformationen, sie ist zugleich der Inbegriff der amerikanischen „Frontier“-Landschaft, deren Romantik und Monumentalität für den Aufbruch in eine Neue Welt jenseits der Grenzen (engl. „frontier“) stehen.

Symphonie aus einer anderen Welt

Die Künstler haben die Felsformation aus Joshua Tree auf dem höchsten Punkt der Wilden Insel nachgebildet. In diesem neuen Kontext wirkt der Berg, wie es die Künstler ausdrücken, wie eine „unnatürliche Naturerscheinung“, die der Landschaft einen wilderen, ursprünglicheren Charakter verleiht. Ein Eindruck, der durch eine Klanginstallation ganz eigener Art, die aus dem Inneren des Bergs ertönt, noch verstärkt wird. Mogwai bezeichnet diese musikalische Komposition als „Symphonie aus einer anderen Welt“.

Das „Monument for a Forgotten Future“ ist nicht nur ein ausdrucksstarkes Symbol für die dramatischen Veränderungen, die sich in den postindustriellen urbanen Landschaften vollziehen, mit ihm entsteht auf der Emscher-Insel auch ein Ort der Imagination, der – wie die beeindruckende Landschaft von Joshua Tree – Sehnsüchte und Phantasien weckt.

Das Kunstprojekt ist frei zugänglich.

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