Radeln
auf alten Bahntrassen

  • Teaser 1
  • Teaser 2
  • Teaser 3
  • Teaser 4
  • Teaser 5
  • Teaser 6
  • Teaser 7
  • Weg zum Mechtenberg

    Foto: Monika Barwinska/Michael Moll
  • Der Landschaftspark Mechtenberg befindet sich auf Essener und Gelsenkirchener sowie teilweise auf Bochumer Gebiet.

    Foto: Monika Barwinska/Michael Moll
  • Himmelsleiter auf der Halde Rheinelbe

    Foto: Monika Barwinska/Michael Moll
  • Panoramablick auf das Ruhrgebiet von der Halde Rheinelbe

    Foto: Monika Barwinska/Michael Moll
  • Die Erzbahntrasse ist eine heute stillgelegte alte Eisenbahnstrecke zwischen dem Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen und der Bochumer Stahlfabrik.

    Foto: Monika Barwinska/Michael Moll
  • Gasometer-Kunst

    Foto: Monika Barwinska/Michael Moll
  • Der Nordsternpark entstand auf dem Gelände der 1993 stillgelegten Zeche Nordstern. Das Industriegebiet wurde in einen Landschaftspark umgewandelt, in dem sich die drei Elemente Industrie, Natur und Kultur gegenseitig ergänzen.

    Foto: Monika Barwinska/Michael Moll
Zurück Weiter

Das Drei-Städte-Eck: Essen, Bochum und Gelsenkirchen

Zwischen den ehemaligen Kühltürmen der Zeche Zollverein und dem Red Dot Design Museum lassen wir den markanten Förderturm von Schacht XII hinter uns.

Auf der rechten Seite sehen wir das markante kubusförmige Sanaa-Gebäude mit seinen unterschiedlichen Fenstern, in dem sich die Zollverein School of Management and Design befindet. Hinter dem Gebäude radeln wir bis zur Gelsenkirchener Straße, überqueren diese und fahren auf der ehemaligen Bahntrasse der Kray-Wanner Bahn bis zur Straße Schonnebeckhöfe. Auch diese lassen wir hinter uns und bleiben nun lange Zeit auf der Bahntrasse, auf der früher der Abraum und die Kohle der Zeche Zollverein abtransportiert wurden. Wir halten uns halb rechts und erreichen schon bald einen weiteren ehemaligen Förderturm der Zeche Zollverein. Dieser erhebt sich über dem Schacht 3/7/10 und ist heute Standort von Phänomania, dem Erfahrungsfeld der Sinne, wo sich Groß und Klein an naturwissenschaftlichen Experimenten versuchen können. 

In einem weiten Rechtsbogen radeln wir kreuzungsfrei auf der ehemaligen Bahntrasse. Die Wohnviertel weichen im weiteren Verlauf immer öfter Feldern. Wenn wir unseren Blick über sie schweifen lassen, können wir nach links schon ein weiteres Etappenziel in der Ferne ausmachen – die Halde Rheinelbe.

Aussicht vom Bismarckturm

Doch zuvor bleiben wir auf der Bahntrasse und radeln in einem weiten Linksbogen durch die ruhige Landschaft bis zu einem nach rechts führenden Abzweig. Diesem folgen wir und unterqueren nach wenigen Augenblicken eine Eisenbahnunterführung. Gleich dahinter besteht die Möglichkeit, links abzubiegen und nach rund 500 Metern den leicht erhöhten Mechtenberg mit seinem Bismarckturm zu erreichen.

Der Weg zur Himmelsleiter

Nachdem wir die Aussicht genossen haben, kehren wir zu unserer Bahntrasse zurück und radeln weiter. Rund 2 Kilometer hinter dem Abzweig zum Mechtenberg haben wir drei weitere Straßen überquert und sind am Fuß der Halde Rheinelbe, deren Spitze von unten durch die Baumwipfel nur zu erahnen ist. Um zur Landmarke Himmelsleiter zu gelangen, halten wir uns halb rechts und folgen dem Weg bergauf zum Gipfel von Rheinelbe.

Auf der ehemaligen Bahntrasse geht es weiter geradeaus. Wir kreuzen so manche Straße und durchqueren auf diese Weise den Gelsenkirchener Süden. Ein gemütlicher Picknickplatz an einer Gabelung markiert das Ende der Trasse der ehemaligen Kray-Wanner Bahn und wir stoßen nun auf die Erzbahntrasse.

Wir halten uns halb links und werden unmittelbar von einer großen Brücke überrascht, auf der wir durch Grünland fahren. Wir genießen die Aussicht und die Tatsache, dass wir diese Runde fast komplett ohne Autoverkehr absolvieren. Es folgen weitere Brücken und eine Autobahnunterführung. Auch dahinter bleiben wir der gut ausgebauten Erzbahntrasse treu, überqueren den Grimberger Hafen und den Hüller Bach.

Ein Besuch im Zoo lohnt sich

Linker Hand passieren wir den Gelsenkirchener Zoo Zoom Erlebniswelt. Für einen Besuch würden wir die Grimbergstraße weiterradeln und an der Bleckstraße rechts zum Haupteingang abbiegen. Am Ende des Zoogeländes erwartet uns eine spektakuläre Brücke, die sogenannte Grimberger Sichel. Sie spannt sich über den quer verlaufenden Rhein-Herne-Kanal und führt uns auf die Nordseite des Kanals. Wir wenden uns nach links und radeln auf dem schotterigen Weg am Kanal entlang. Zu unserer Rechten befindet sich die Emscher. Ein blau bemalter Gasbehälter mit gelben Punkten ist für uns das Zeichen, auf einer Brücke den Kanal zu überqueren. Am anderen Ufer radeln wir wieder in unserer ursprünglichen Richtung am Kanal weiter, unterqueren mehrere Brücken und passieren das Becken des Gelsenkirchener Hafens.

Durch den Nordsternpark zurück zur Zeche

Neben Häfen besitzt der Kanal auch mehrere Schleusen. Eine davon erkennen wir auf der rechten Seite und passieren sie, bevor wir auf dem schotterigen Radweg weiter am Kanal radeln. Ungefähr 1,5 Kilometer hinter der Schleuse erreichen wir eine weitere kunstvolle Brücke, die sich doppelbogig über den Kanal spannt und ein Wahrzeichen des Nordsternparks ist.

An ihr biegen wir links ab, ohne den Kanal zu überqueren, und radeln an einem Spielplatz, dem Integrations café im Kinderland und mehreren Skulpturen vorbei. Eine weitere Bogenbrücke überqueren wir ebenso wie die Straße Fersenbruch. Vor der Halde Wilhelmine Victoria wenden wir uns nach rechts, stoßen auf eine Reihe typischer Zechenhäuser und biegen nach links ab, um über die Straße Grawenhof zur Dammstraße zu gelangen. Dort machen wir einen Schwenk nach rechts, überqueren eine Autobahn, gleich im Anschluss eine Bahnanlage und bleiben auf einem kombinierten Rad- und Fußweg, der uns an einer Kleingartenanlage vorbeiführt. Nach Überquerung der Aldenhofstraße fahren wir in einem weiten Linksbogen durch Grünland, passieren auch noch die Feldmarkstraße und biegen gleich dahinter rechts ab. Auf der linken Seite erstreckt sich der Revierpark Nienhausen mit seinem Freizeitbad. Nachdem wir die Feldmarkstraße erneut überquert haben, passieren wir einen kleinen See im Nienhauser Busch, wo wir uns halb rechts halten und einen Parkplatz erreichen.

Am Parkplatz wenden wir uns scharf nach links und fahren über eine weitere ehemalige Bahntrasse. Wir radeln durch den Stadtteil Essen-Katernberg, wo wir nach einer weiten Rechtskurve den Abzweig der Kray-Wanner Bahn wiedererkennen. Wir bleiben geradeaus, überqueren zwei Straßen und biegen hinter dem bereits bekannten Sanaa-Gebäude nach links ab, um das Gelände der Zeche Zollverein zu erreichen.

Quelle: Gekürzt aus dem Buch von Monika Barwinska/Michael Moll: Ruhrgebiet Ost - Erlebnisradtouren zwischen Essen und Hamm (Kultur-Tour 01), Droste Verlag, ISBN 978-3-7700-7700-1487-3, 10,95 €

Das Buch kannst Du hier kaufen.

Nach oben scrollen