Die Emscherregion per Rad erleben

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  • Foto © Emscherkind, Matthias Zerres

Über viele Jahrzehnte und Kilometer war die Emscherregion die Problemzone des Ruhrgebiets. Diese Tour bietet auf 32 leicht zu radelnden Kilometern viele Blicke in Vergangenheit, Wandel und Zukunft des Ruhrgebiets. 

Gestern - heute - morgen

Die Tour beginnt mitten im Strukturwandel: Wo einst die Gutehoffnungshütte Tausenden einen Arbeitsplatz gab und dafür nachhaltig den Himmel über Oberhausen verdunkelte, gibt es heute einen Mix aus Einkaufen, Kultur und Entertainment. 

Wir radeln auf gut ausgebauten Trassen nach Norden, wo sich der Olga-Park auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Osterfeld ausgebreitet hat. Wir fahren daran längs und folgen der gut ausgebauten Trasse Richtung Bottrop. Der Weg von der Ripsdörner Straße durch den Gesundheitspark beschert uns dann einige Höhenmeter und naturbelassene Wege. Anschließend radeln wir auf gut ausgebauter Strecke und halbwegs ruhigen Straßen bis zur Prosperstraße. Die müssen wir leider in Kauf nehmen, denn wir wollen zu den beiden Halden, die weit über Bottrop hinaus bekannt sind, die mit dem Tetraeder on Top und die mit der Skihalle.

Auf grünen Wegen und Nebenstraßen fahren wir dann in die Gartenstadt Welheim (sehenswert!) und tauchen danach in ein lauschiges Waldstück, das wir dort, zwischen stark befahrener B 224, Kläranlagen und Glasindustrie, nicht vermutet hatten. Wir streifen die Halde 19 (Bottrop) und die Stinneshalde (Essen), die beide wegen ihrer geringen Höhe und dichtem Bewuchs den Aufstieg kaum lohnen. Ein grüner Weg führt uns nach Gelsenkirchen-Horst und dort zum Gelände der ehemaligen Zeche Nordstern. Auch hier gibt es nur noch Reste der ehemals hier ansässigen Montanindustrie, restauriert und umgebaut, integriert in eine große Garten- und Freizeitanlage. Hier stoßen wir auch wieder auf den Rhein-Herne-Kanal, an dessen Südufer wir wieder Richtung Westen radeln.Die Schurenbachhalde liegt bereits wieder auf Essener Gebiet und erinnert daran, dass auch in Karnap Bergbau betrieben wurde. Unsere Fahrt längs des Kanals wird aber durch den Stadthafen Bottrop unterbrochen, der uns zu einem Schlenker nach Norden zwingt. Über Bottrop-Ebel kommen wir dann wieder zurück zum Kanal und fahren dreieinhalb Kilometer auf der an dieser Stelle sehr schmalen Emscherinsel wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt.

INFO

Länge: ca. 32 km, ca. 3 1/2 Std. reine Fahrzeit/einfache Tour mit vielen Aussichtspunkten

Die Tour ist unter dem Namen "Am Kanal wird alles anders" im Fahrrad Tourenatlas von Wolfgang Berke zu finden und 2013 im Klartext Verlag erschienen

Den Tourenatlas kannst du hier kaufen.

 

 

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