Rombergpark

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    Foto: Stadt Dortmund © Stefanie Kleemann
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Park mit Geschichte

Vor dem Eingang zum Rombergpark liegt ein Stück Geschichte. Dort steht das 1681 errichtete Torhaus des ehemaligen Schlosses Brünninghausen. Heute zeigt die städtische Kunstgalerie hier Werke zeitgenössischer Künstler aus der Region. Das Schloss selbst wurde 1944 bei einem Luftangriff zerstört. 

Das ehemalige Schloss und seine Besitzer

Das Schloss war der Sitz von Gisbert von Romberg II (1839-1897), um den sich viele wilde Geschichten ringen. So wie die des legendären Schweinerennens. Mit den Worten: „Das Schwein ist das edelste Produkt Westfalens“ düpierte der einst adlige Pferdezüchter im Dortmunder Raum. Mit Freiherr von Schorlemer wettete er, dass seine Schweine schneller rennen könnten als dessen Rennpferde. 4.300 Meter lang war die Rennstrecke. Drei Monate ließ von Romberg seine Borstenviecher vom Ausgangspunkt des Rennens bis zu einem Futtertrog trainingshalber traben. Mit jedem Tag wurden sie schneller, denn er hatte sie auf Magerkost gesetzt. Am Vortag des Rennens ließ er sie dann noch einmal so richtig hungern. Hungrige Schweine, verwirrte Rösser, geschaffte Jockeys, die Schweine siegten haushoch. Das schnellst Pferd erreichte nur den siebten Platz. Er wurde schließlich die historische Vorlage für Josef Wincklers Erfolgsroman „Der tolle Bomberg“. 

Landschaftspark im englischen Stil 

Den Park selbst ließ die Familie von Romberg bereits 1822 auf ihrem Gelände rund um das Haus Brünninghausen, auch Wasserschloss Romberg genannt, im Stile eines englischen Landschaftsparks errichten. Die gestalterische Planung des Parks übernahm Düsseldorfs Hofgärtner Maximilian Friedrich Weyhe. Das Flair eines englischen Landschaftsparks ist heute noch erhalten.

Der von der Stadt unterhaltene und ca. 65 Hektar große Rombergpark bietet heute viele botanische Besonderheiten (z. B. Süntelbuche) und exotische Pflanzen (z. B. Taschentuch-baum). Um auch Pflanzen wärmerer Klimazonen dieser Erde zeigen zu können, wurden 1958 vier Pflanzenschauhäuser eröffnet: das Kakteen- und Sukkulentenhaus, das Farnhaus und der Steinkohlewald. Im Wesentlichen ist die Sammlung aber auf Gehölze beschränkt und wird daher auch Arboretum (lat. Baum) genannt. Mit den Arboreten erlangte der Botanische Garten Rombergpark weltweite Anerkennung. 

Fachkundige botanische Führungen durch den Garten werden regelmäßig angeboten.

 

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