Schloss Borbeck -
heute Begegnungszentrum

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  • Schloß Borbeck
    EMG © Peter Wieler

Das Ruhrgebiet ist zwar eher für seine Industriekultur als für schöne Schlösser bekannt, dennoch zählt das Schloss Borbeck mit seinem weit angelegten Park zu den schönsten und ältesten Schlössern der Region. 

Geschichte des Anwesens

Erstmals wurde das Anwesen als Großhof im 9. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Im Lauf der Zeit wurde das Schloss mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Sein heutiges Aussehen entstand ab 1744 durch die Fürstäbtistin Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach (1726-1776). Sie ließ den Bau zwischen 1744 und 1767 um barocke Elemente erweitern. Die Äbtisstinnen nutzten das schöne Schloss als Sommerresidenz

Kultur- und Veranstaltungszentrum 

Nachdem die Stadt Essen das schöne Schloss im Jahr 1941 erwarb, ist es heute ein Kultur- und Veranstaltungszentrum. Konzerte und Ausstellungen machen das Schloss nicht nur zum Bürgerzentrum in Borbeck, sondern locken auch zahlreiche Besucher außerhalb Essens an. 

Neben den Wechselausstellungen ist auch ein Besuch der Historischen Dauerausstellung „Schloß Borbeck und die Fürst Äbtissinnen“ interessant. Sie vermittelt den Besuchern nicht nur einen Eindruck von der Geschichte des Schlosses, sondern gibt auch spannende Einblicke in die Jahre, in denen die Frauen die Geschicke des Fürstentums in Essen leiteten. 

Ein besonderes Ambiente

Auch das Heiraten ist im historischen Ambiente des Schlosses möglich. Neben einem Standesamt, das in den Räumen des Anwesens untergebracht ist, kann die Hauskapelle für die kirchliche Trauung genutzt werden. Der Gastronomiebetrieb „Zur Münze“ bietet sich mit Blick auf den Schlossteich für die anschließende Feier oder für einen Zwischenstopp bei einem Sommerausflug an. Der Name verweist übrigens auf das Münzrecht der Fürstäbtisstinnen, die hier seit dem 13. Jahrhundert Münzen schlagen ließen

Ein naturbelassener Schlosspark

Der 42 Hektar große Schlosspark ist ebenfalls seit 1941 in den Händen der Stadt und wird von zahlreichen Joggern, Spaziergängern und Naherholungssuchenden genutzt. Im 18. Jahrhundert ließ die letzte Essener Fürstäbtisstin, Maria Kunigunde von Sachsen, den Garten im englisch-chinoisen Stil umgestalten und mit schmückenden Elementen wie einem Pavillon, oder einer künstlichen Ruine erweitern. Auch barocke Elemente sind heute noch im Park zu finden. Darüber hinaus liegt die Besonderheit des Schlossparks vor allem in seiner Naturbelassenheit. Große Teile der Anlage sind nicht wie sonst üblich gemäht und aufwendig bepflanzt. Stattdessen haben sich weitläufige Wildwiesen entwickelt, die nicht nur besonders vielseitig und bunt blühen, sondern auch für Schmetterlinge und Singvögel wichtige Nischen im städtischen Raum bilden.

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