Schloss Schwansbell -
Junges Schloss mit bewegter Vergangenheit

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  • Foto: Stadt Lünen

Das Schloss Schwansbell geht zurück auf einen Stammsitz der gleichnamigen Familie, die seit dem 12. Jahrhundert in Lünen urkundlich erwähnt ist. Fundamente der mittelalterlichen Schlossanlage sind bis heute erhalten, doch durch einen Brand 1850 wurde die Anlage fast vollständig zerstört. 

Das neue Schloss

Das heutige Schloss Schwansbell zählt dagegen zu den jüngsten Adelshäusern im Ruhrgebiet. Vom Dortmunder Baumeister Fritz Weber für den damaligen Besitzer Wilhelm von Westerholt entworfen, wurde das Schloss erst von 1872 bis 1875 wieder aufgebaut. Es entstand ein dreigeschossiger Bau im neogotischen Stil, mit einem Untergeschoss und zwei sechseckigen Türmen. 

Nachdem die Stadt Lünen das Schloss 1929 erworben hatte, wurde es in vielfältiger Weise genutzt. Es diente eine Zeit lang als eine Art Lazarett und Aufnahmelager für Flüchtlingsfamilien nach dem 2. Weltkrieg, später als Jugend- und Waisenhaus. Auch das Hochbauamt der Stadt war zeitweise darin untergebracht. Einer Privatinitiative eines Unternehmers ist es zu verdanken, dass das Schloss heute noch erhalten ist. Er restaurierte 1981/1982 die vernachlässigte Anlage.

Vom wohnen, arbeiten und spielen 

Heute beherbergt das Schloss Wohn- und Büroräume sowie das städtische Museum von Lünen. Seit 1982 werden dem Besucher hier fünf kulturgeschichtliche Schwerpunkte mit Bezug zur Stadt- und Regionalgeschichte vorgestellt. Neben einer Abteilung für Wohnkultur, gibt es Sammlungen von Keramiken und Steinzeugen, gußeisernen Erzeugnissen sowie landwirtschaftlichen Haus- und Arbeitsgeräten zu entdecken. Seit 1983 wird die Ausstellung noch durch eine Puppen- und Spielzeugsammlung ergänzt. 

Ungewöhnliche Bäume und Pflanzen

Bei einem Besuch der Anlage lohnt ein Spaziergang durch den Schlosspark. Die Grünanlage ist für die Öffentlichkeit zugänglich und beherbergt ausgefallene Baumarten aus dem Osten Nordamerikas und Südosteuropas, wie den Trompetenbaum, den Christusdorn, Robinien oder den Tulpenbaum.

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