Schloss Sythen -
ehemalige Wallburg

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  • Foto: Stadt Haltern am See

Am nördlichen Rand des Ruhrgebiets, oberhalb des Halterner Stausees gelegen, können die Reste des Schlosses zwar nur noch von außen besichtigt werden, ein Besuch der ehemaligen Wallburg lohnt sich aber dennoch. 

Abriss durch die Caritas

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Anwesen als germanische Wallburg „Sitina“ im jahr 758 unter dem damaligen König Pippin. Etwa 50 Jahre später wurde die Burg Sythen von Karl dem Großen dem ersten Bischof von Münster als Lehen gegeben. Es folgten wechselnde Besitzer, bis die Anlage 1971 in die Hand des Caritasverband geriet, mit fatalen Folgen für das Schloss. Die Caritas ließ das historische Herrenhaus abreißen, um ein Familienerholungsheim auf dem Anwesen zu errichten, das letztendlich nie gebaut wurde. Heute sind deshalb nur noch der Torbogen sowie die Kapelle erhalten. 

Soziokulturelles Zentrum und private Events

1989 erwarb die Stadt Haltern das Schloss schließlich in einem miserablen Zustand. Zusammen mit Vereinen und den Sythener Bürgern renovierte die Stadt die heruntergekommene Anlage und füllte sie wieder mit Leben. Heute nutzt und pflegt der 1996 gegründete Förderverein Schloss Sythen e.V. das Anwesen. Neben einem soziokulturellen Zentrum, das auf dem Schloss beheimatet ist, können die Räume im restaurierten Torhaus sowie in der ehemaligen Schlosskapelle für Veranstaltungen gemietet werden. 

Ausgangspunkt für Rad- und Wandertouren 

Zwar kann die ehemalige Wallburg nur von außen besucht werden, aber das Schloss bietet sich als Ausgangspunkt für zahlreiche Wander- und Radtouren, z.B. zum Halterner Stausee an. Gegenüber des Schlosses liegt zudem eine alte Wassermühle, die erstmals 1331 erwähnt und über den Halterner Mühlenbach betrieben wurde. Im Rahmen der Renovierung wurde die Mühle ebenfalls vor dem Verfall gerettet und gibt heute einen Einblick in längst vergangene Zeiten. 

 

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