Schloss Westhusen

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  • Schloss Westhusen in Dortmund

    In dem Wasserschloss ist heute eine Seniorenresidenz beheimatet.

    Foto: 2md

Senioren im Wasserschloss

Das Schloss Westhusen, auch Haus Westhusen genannt, ist ein Wasserschloss in Dortmund, das von Gerlach Specke zu Bodelschwingh 1332 errichtet wurde. Er nannte das Haus Westhusen und nannte sich nachfolgend nach seinem neuen Besitz „Specke zu Westhusen“. 

Die Große Dortmunder Fehde

Gerlachs Sohn Heinrich von Westhusen musste miterleben, wie die Anlage während der Großen Dortmunder Fehde 1388 zerstört wurde. In dieser Fehde von 1388 bis 1389 befand sich die damalige Reichsstadt Dortmund im Konflikt mit dem Kölner Erzbischof, den Märkischen Grafen und 20 anderen Städten. In einem Versuch, die Stadt von der Außenwelt abzuschneiden und auszuhungern, errichteten die erzbischöflichen Soldaten ihr Lager nördlich des Burgtors, und die märkischen Truppen ließen sich im Westen der Stadt an der Emscher bei der Stadtmühle nieder. 

Doch der Versuch, Dortmund auszuhungern, misslang. Durch die lange Belagerungszeit zermürbt, begannen dann unter der Vermittlung der Stadt Soest ernsthafte Verhandlungen. Zunächst war Dortmund zu keinen Zugeständnissen bereit. Erst auf Druck der Soester Verhandlungsführung erklärte sich die Stadt zu einer „freiwilligen Zahlung“ von je 7.000 Gulden an Kurköln und die Grafschaft Mark bereit. Am 20. November 1389 endete die Fehde. Haus Westhusen wurde wieder aufgebaut. 

Besitzerwechsel

1743 gelangte die Familie von Sydow durch Heirat in den Besitz des Hauses, das in den nächsten Jahrhunderten mehrfach durch diese umgebaut und erweitert wurde. Conrad von Sydow verkaufte das Gut 1913 an die Gelsenkirchener Bergwerks-AG. Das Unternehmen ließ die vom Nettebach gespeiste Gräfte des Schlosses trockenlegen. 

Seit den 1980er Jahren dient die Anlage als Seniorenresidenz und ist nur eingeschränkt zu besichtigen.

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