Von Meiderich nach Walsum -
Radtour

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  • Rastplatz an der Hoag

    Foto: Peter Wolter
  • Duisburg, Emscherstr. 71, Industriepark, Nord, Ruhrgebiet,

    Foto: Kai Stefes
  • Brücke über die Emscher

    Foto: Peter Wolter
  • Der Förderturm der Zeche Sterkrade gehört zu den ältesten erhaltenen Fördertürmen dieser Bauart.

    Foto: Peter Wolter
  • Nur die Strommasten zeugen vom Ruhrgebiet.

    Foto: Peter Wolter
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Vom Hüttenwerk zum Erholungsort

Vor Jahren rauchten hier noch die Hochöfen – denn wir befinden uns auf dem Gelände des einstigen Hüttenwerks Duisburg-Meiderich. Heute ist an dieser Stelle der Landschaftspark Duisburg-Nord entstanden, wo Spaß, Erholung und Kultur im Mittelpunkt stehen. Die faszinierenden alten Industriebauten sind noch vorhanden, aber sie sind ganz in Grün eingebettet und werden auf eine Weise genutzt, die sich ihre Erbauer sicher nie hätten träumen lassen: Ein erloschener Hochofen dient als Aussichtsturm, in ehemaligen Werkshallen finden Kulturveranstaltungen statt, ein Gasometer verwandelte sich in Europas größtes Tauchsportzentrum, Erzlagerbunker zu einem alpinen Klettergarten, in einer Gießhalle entstand ein Hochseilparcours.

Am Bahnhof Meiderich Süd verlassen wir die Unterführung nach links und gleich wieder links in die Augustastraße. Wir fahren rund 500 Meter bis zu einem Kreisverkehr und nehmen dort die vierte Ausfahrt in die Gartsträucherstraße. Rund 200 Meter weiter biegen wir rechts in den Grünen Pfad/Radweg, der uns zum Landschaftspark Duisburg-Nord bringt. 

Auf der Hoag-Trasse bis Oberhausen

Aus der Vogelperspektive könnte man erkennen, dass ein Eisenbahnnetz diese Region einst durchzog wie ein Pilzgeflecht. Wir sehen davon noch das Schotterbett links und rechts und teilweise auch die alten Kilometersteine der Bahn. Bald queren wir eine Brücke über die Emscher, wo sich weitere Radwege der Route der Industriekultur per Rad kreuzen. Es geht jetzt vom Grünen Pfad auf die Hoag-Trasse und auf dieser durch Oberhausen-Sterkrade. 

Wo der BahnRadweg auf die Von-Trotha-Straße stößt, fahren wir 200 Meter links und dann rechts auf das ehemalige Gelände der Zeche Sterkrade der Gutehoffnungshütte (GHH), nach 200 Metern sehen wir rechts den alten Förderturm. Wir fahren vorbei an alten, weiten Industrieflächen. Danach folgen wieder große grüne Abschnitte, auf denen nur die Starkstrommasten und Kühltürme erahnen lassen, dass man sich doch im Ruhrgebiet bewegt.

Der Walsumer Hof ist eine Institution

Am Ende stehen wir auf der Ackerstraße in Duisburg-Walsum und sagen uns: „Von wegen rußgeschwärzter Himmel, das Ruhrgebiet ist grün und eine spannende, sich ständig wandelnde Region!“ Hinter dem vor uns liegenden Wall befindet sich der Südhafen Walsum. Wer jetzt Lust auf eine Rast bekommen hat, kann noch einen Abstecher zum Walsumer Hof machen: Dazu fahren wir rechts auf der Ackerstraße weiter bis zur Hafenstraße. Dort folgen wir weiter den rot-weißen Zwischenwegweisern, die uns nach links am Fuß eines Dammes durch einen kleinen Wald führen. Wir queren Bahngleise und radeln dann den Zwischenwegweisern folgend rund 100 Meter rechts weiter bis zur Römerstraße. In diese biegen wir links ein und stoßen nach rund 500 Metern auf die Dr.-Wilhelm-Roelen-Straße. Hier geht es links weiter, der Radwegweisung Richtung Rheinberg folgend. Nach rund 1,5 Kilometern taucht rechts ein Wäldchen auf. Noch davor fahren wir rechts in die Rheinstraße, nach 100 Metern wieder links und sehen die schöne Gartenwirtschaft Walsumer Hof.

Sofern wir uns nicht ohnehin entschlossen haben, auch den Rückweg auf dieser kurzen Route wieder komplett per Rad zu bewältigen, kehren wir vom Walsumer Hof in die Ackerstraße zurück. Von hier fahren wir noch 1 Kilometer weiter auf der schon bekannten Route zurück und verlassen sie vor der Brücke über die Friedrich- Ebert-Straße nach links. Auf der Friedrich-Ebert-Straße angelangt, stoßen wir links nach wenigen Metern auf die Haltestelle Sonnenstraße der Straßenbahnlinie 903.

Quelle: Gekürzt aus dem Buch von Peter Wolter: Mit dem Fahrrad auf alten Bahntrassen - Radtouren in NRW (Tour 6), Droste Verlag, ISBN 978-3-7700-1502-3, € 14,95

Das Buch kannst Du hier kaufen.

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