Walkway and Tower

  • Teaser 1
  • Foto: Roman Mensing, Emscherkunst 2010

Ein Aussichtsturm als skulpturales Kunstwerk

Das Projekt Walkway and Tower wurde von dem Künstler Tadashi Kawamata entwickelt und im Rahmen der Emscherkunst-Ausstellung 2010 in der Nähe des Wasserkreuzes in Castrop-Rauxel errichtet. Es handelt sich dabei um einen Aussichtsturm, zu dem eine schmale Steganlage führt, die in Windungen stetig ansteigt und mit jedem Schritt neue Einblicke in das Gelände bietet, bis der Höhepunkt auf der Turmplattform erreicht wird. 

Mit dieser Installation begleitete Kawamata die Umbauarbeiten der Emschergewässer, die im Sommer 2010 im Bereich der Emscher-Insel begannen. Den Rundturm selbst versteht der Künstler als Skulptur, als eine ästhetisch bedingte Form, die bewusst den Charakter des Provisorischen, des Unfertigen und des Vergänglichen widerspiegelt. Hierin liegt auch das künstlerische Prinzip Kawamatas, der sich mit dem Werden und Vergehen auseinandersetzt.

Dieses Prinzip findet sich im Emscher-Umbau wieder: einst ein natürlicher Fluss, wurde die Emscher im Zuge der Industrialisierung als Abwasserkanal missbraucht und begradigt. Indem der Rückbau den zum Himmel stinkenden Kanal wieder in einen natürlichen Flusslauf verwandelt, wird aus dem zwischenzeitlichen Vergehen der Emscher ein zukunftsweisendes Werden.


Als eines von insgesamt 13 dauerhaft installierten Kunstwerken der beiden Emscherkunst-Ausstellungen 2010 und 2013, dient Kawamatas Aussichtsturm den Besuchern, Fahrradfahrern und Spaziergängern auch zukünftig als Beobachtungsstation. Denn von dort oben hat man einen besonders guten Blick auf den Prozess des Wandels im Kernland der Metropole Ruhr.

 

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