Zentrum für Internationale Lichtkunst -
Neue Seherfahrungen

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  • Foto: Frank Vinken

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna gehört wohl zu den außergewöhnlichsten Museen im Ruhrgebiet und ist weltweit das erste und einzige Museum, das sich ausschließlich der Lichtkunst widmet. 

Fensterlose Räume

Das Museum befindet sich im Keller der ehemaligen Lindenbrauerei, die hier 1979 ihr letztes Fass Bier braute. Danach stand das Gebäude viele Jahre leer bis Karl Ganser, der Leiter der Bauausstellung Emscher Park, auf den Gedanken kam, das fensterlose Gebäude in ein Lichtkunstmuseum umzufunktionieren. Denn wer Licht sehen will, muss eh ins Dunkel gehen. 

Ein Kellerlabyrint aus Gärbecken, Eis- und Lagerräumen mit einer Fläche von 2.400 Quadratmetern wird heute als wirkungsvolle Präsentationsfläche für Lichtkunst genutzt. Darunter sind Werke von Mario Merz, Mischa Kuball, Jan van Munster, François Morellet. 

Neue Seherfahrung

Unbestrittener Höhepunkt der Sammlung ist die Arbeit von dem Amerikaner James Turrel „Third Breath“. Er konzipierte einen zweistöckigen Wahrnehmungsraum, der eine neue Seherfahrung möglich macht. Auf einen würfelförmigen Raum (Camera Obscura Space) wurde ein nach oben geöffneter Zylinder aufgesetzt (Skyspace). Beide Räume sind miteinander verbunden. Der obere Skyspace fängt Himmelsbilder ein, die durch eine Linse an der Decke der Camera Obscura aufgefangen und auf den Boden reflektiert werden. Auf diese Weise kann der Besucher auf dem dunklen Boden die Reflektionen des Himmels, die Wolken oder den Mond erkennen.

International Light Award

Im Januar 2015 wird erstmalig der International Light Art Award (ILAA) vergeben, der vom Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna und der RWE Stiftung initiiert wurde.

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